D: Kompetenzzentrum Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung
Projektleiter: Prof. Dr. Henning Lobin, Prof. Dr. Peter Haslinger, Prof. Dr. Uwe Wirth
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Karin Knibba, Dr. Harald Lüngen, Dr. Markus Roth
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Marcus Burkhardt
Assoziierte Partner: Prof. Rainer Bernd Voges (FH Gießen-Friedberg), Prof. Dr. Joachim Zinke (FH Gießen-Friedberg)
Kooperation/Beratung: Hon.-Prof. Dr. Sascha Feuchert (Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Justus-Liebig-Universität Gießen)
Das Kompetenzzentrum Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung wird geleitet von der Grundidee, dass die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung angesichts des web-unterstützten medialen Wandels in Zukunft die Möglichkeiten der digitalen Datenverarbeitung verstärkt nutzen muss. Der Aufbau, die Strukturierung, der Zugriff und die maschinelle Auswertung von großen kulturellen Datenbeständen bilden hier eine Kerntechnologie. Dabei handelt es sich grundsätzlich um zwei verschiedene Typen von Daten: textbasierte Daten enthalten sprachlich kodierte Informationen, die in Hinblick auf ihre Form oder ihren Inhalt ausgewertet werden; bild- oder grafikbasierte Daten enthalten visuell-ikonisch kodierte Informationen. Beide Datentypen können außerdem in einer zeitlichen Reihung stehen, so dass auch Video- und Audio-Daten erhoben werden können.
Im Rahmen des LOEWE-Schwerpunktes wird aus diesem Grund ein Kompetenzzentrum für kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung aufgebaut, das von den drei beteiligten Institutionen getragen wird. Der Bereich D hat insgesamt die Aufgabe, die Forschungs- und Entwicklungsbereiche des beantragten LOEWE-Schwerpunkts synergetisch aufeinander zu beziehen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit zur Verknüpfung von theoretischer Reflexion, wissenschaftlich begleiteter Erschließung und der Entwicklung neuer digitaler Präsentationsoptionen. Die Bearbeitung dieser Fragestellungen soll durch zwei Entwicklungsprojekte konkretisiert werden, die eine Brückenfunktion zwischen den Forschungsbereichen A und B und dem Bereich D einnehmen und damit die inhaltliche Reflexion über Kulturtechniken der Wissensvermittlung mit anwendungsorientierten Perspektiven verknüpfen:
- Entwicklungsprojekt D1 (Haslinger/Wirth/Voges): “Multimedialisierung der ‘Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt’ “
- Entwicklungsprojekt D2 (Lobin/Zinke): “Korpustechnologie”
Promotionsprojekt im übergreifenden Rahmen des D-Bereichs:
- Karin Knibba
(Weitere Postdoc- und Promotionsprojekte werden in enger Verknüpfung von D1 und D2 durchgeführt.)