Der LOEWE-Schwerpunkt "Kulturtechniken und ihre Medialisierung"

13.07.2009 | Erstellt von: bklein | Kategorie: Kurzinfo

Der LOEWE-Schwerpunkt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ ist der einzige geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsverbund, der im Rahmen der Hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert wird. Die Federführung obliegt dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der Justus-Liebig-Universität Gießen. Das Herder Institut Marburg ist Mitantragssteller, die Fachhochschule Gießen-Friedberg assoziierter Partner. Der Fokus der insgesamt elf Teilprojekte richtet sich auf kommunikative Kulturtechniken, im Speziellen auf das Lesen und Schreiben, das Recherchieren und das Archivieren. Wie verändern sich kommunikative Kulturtechniken durch unterschiedliche Medialisierungstendenzen und technische Innovationen? Wie schlagen sich diese Veränderungen in kultureller und gesellschaftlicher Perspektive nieder? Und welche Rückwirkungen haben Praktiken der Medialisierung auf die Entwicklung neuer Darstellungsformen? Methodisch wird dies aus der Perspektive der Medialisierung erforscht, wobei sprach-, kultur-, sozial- und geschichtswissenschaftliche Herangehensweisen miteinander kombiniert werden.

Projektgruppe des LOEWE-Schwerpunktes

Unterteilt ist der LOEWE-Schwerpunkt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ in zwei große  Forschungsbereiche „Prozesse“ (Bereich A) einerseits und „Produkte und Praktiken“ (Bereich B) andererseits. Die beiden zentralen Forschungsbereiche werden ergänzt durch ein Kompetenzzentrum zur kulturwissenschaftlichen Informationsverarbeitung aus dem Bereich der Digital Humanities (Bereich D) sowie eine integrierte Doktorandenförderung im Verbund mit dem im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geförderten „International Graduate Centre for the Study of Culture“ (GCSC). Außerdem besteht in Zusammenarbeit mit dem Herder-Institut Marburg ein Rotationsstellenprogramm, bei dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Herderinstituts im Rahmen jeweils fünfmonatiger Projekte die Möglichkeit erhalten, ihre Forschungstätigkeit zu vertiefen.

In engem Bezug zur aktuellen Forschungstätigkeiten setzt der LOEWE-Schwerpunkt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ darüber hinaus schon jetzt die Segel für die Anschlussfinanzierung nach Projektabschluss. Erarbeitet wird derzeit ein Antrag auf einen Sonderforschungsbereich (SFB) bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).